Blutspende Aktion mit myCostumes

Geschrieben am 25.02.2015 von Nina in Allgemein My Costumes Reportagen Über uns

 

Keine Ahnung mehr wie wir darauf gekommen sind, aber wir wollten mal was Gutes tun als Team, was nicht unbedingt mit Cosplay zu tun hat, sondern der Allgemeinheit als guten Zweck dient. Und wir haben in unserem Team ja zwei sehr engagierte Blutspender, das wir dann beschlossen haben: Jo, dann geh’n ma bisschen Blut spenden!

 

Blutspende-Aktion

 

Eine Blutspende ist freiwillig und ein uneigennütziger Beitrag für die Gemeinschaft unserer Mitmenschen. Aber warum ist Blut spenden so wichtig?
Durch einen Verkehrsunfall oder eine andere schwere Erkrankung, kann jeder, (selbst ihr, eure Freunde, Familie) plötzlich in die Lage geraten, dass eine Bluttransfusion benötigt wird, damit man weiterleben kann.
Viele medizinische Eingriffe wie z.B. Operationen oder Krebstherapien sind nur möglich, wenn menschliches Blut in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Für eine solche Behandlung werden jeweils nur bestimmte Bestandteile des Blutes benötigt. Das gespendete Blut wird in rote Blutkörperchen, Plasma und ggf. Blutplättchen aufgetrennt. Heißt, das eine einzige Blutspende dazu beitragen kann bis zu 3 Leben retten. Und täglich werden hierfür alleine nur in Deutschland rund 15.000 Blutspenden und ca. 5.000 Plasma – Spenden benötigt. Blut kann man nicht durch irgendeine andere Flüssigkeit oder einen anderen Stoff ersetzen, was das Blut also einzigartig macht.
Deshalb ist es auch so wichtig, dass viele gesunde Erwachsene ihr Blut spenden! Leider spenden jedoch nur 2,5% der Bevölkerung Blut. Darum haben wir uns ans Herz gefasst und sind als Team zum Blutspende-Zentrum Frankfurt getigert und jeder von uns ließ 500 Milliliter Blut da für einen guten Zweck!

 

BlutspendeIiiihNadel

 

Abgesehen von der sozialen Motivation zur Blutspende gibt es auch positive Nebeneffekte der Blutspender für jeden Blutspender!
– Bei jeder Blutspende erfolgt eine ärztliche Untersuchung! Euer Blutdruck und euer Puls werden gemessen und euer Blutbild wird bestimmt. Ihr habt so also eine regelmäßige Kontrolle ob ihr gesund und fit seid!
– Bei jeder Blutspende erfolgt die Untersuchung auf ansteckende Infektionserkrankungen wie Hepatitis B und C (ihr kennt die Krankheit bestimmt unter Gelbsucht!), HIV (AIDS) und Syphilis. Was hoffentlich keiner von euch hat, aber man weiß ja nie was so passieren kann!
– Bei einer Erstuntersuchung und alle 2 Jahre danach, erfolgt ein Check der Leber- und Nierenwerte
– Durch diese Untersuchungen können manche Erkrankungen wie z.B. Eisenmangel, Entzündungen oder Infektionen mit HIV- oder Hepatitis B und C eventuell vorzeitig erkannt werden
– Blutspenden kann die Stimmung positiv beeinflussen. Ihr habt etwas wirklich Gutes für die Allgemeinheit getan und wenn das keine Glücksgefühle auslöst?
– Auch wenn Blutspenden keine geeignete Diät ist, ist der Kalorienverbrauch durch die Neubildung des entnommenen Blutes erhöht!

 

Wie oben schon mal erwähnt, wird bei eine Blutspende 500 Milliliter Blut aus einer Vene der Ellenbeuge entnommen. Hinzu kommen ca. 35 Milliliter Blut für die Laboruntersuchungen. Solch ein Spendevorgang dauert ungefähr 10 Minuten. Am Tag vor der Blutspende und am Tag der Blutspende ist es wichtig, das ihr viel trinkt. Bevor ihr an der Nadel hängt, müsst ihr einen Fragebogen ausfüllen! Dort werdet ihr über Krankheiten, Einnahme von Medikamenten und eurem Wohlbefinden befragt. Diesen müsst ihr natürlich nach bestem Wissen und Gewissen wahrheitsgemäß beantworten.
Ihr werdet gründlich von einem Arzt durchgecheckt und euer Puls wird gemessen. Mit einem kaum merklichen Pieks wird auch nochmal euer Eisenwert gecheckt. Eure Daten werden selbstverständlich alle vertraulich behandelt!

 

Blutspende_EsWirdErnst

 

Sind eure Werte alle in Ordnung, geht es zum eigentlichen Blutspenden. Ihr macht es euch in einem Stuhl gemütlich und werdet nochmal kurz gepiekst. Nur bleibt die Nadel in eurer Ellenbeuge. Blutspenden selbst tut nicht weh. Es kann nur sein, das euch ein bisschen schwummrig wird. Ihr seid aber unter ständiger Aufsicht, euch kann also nichts passieren. Sollte euch schlecht werden oder es euch gar nicht gut gehen, wird der Vorgang abgebrochen. Eure Gesundheit steht schließlich an erster Stelle!
Sind die 500 Milliliter Blut von euch abgezapft und seid ihr von der Nadel befreit und gepflastert, müsst ihr erst mal noch 10 Minuten ruhig liegen bleiben. Eine Blutspende ist schon eine kleine Belastung für den Körper und hat ein paar Nebenwirkungen!

 

– Um euch Blut zu entnehmen, werdet ihr mit einer Nadel in ein Blutgefäß (die Vene), gestochen. Diesen Vorgang nennt man auch Venenpunktion und wird nur von besonders geschultes und geübtes Personal vorgenommen. Dennoch kann es mal passieren das ein Bluterguss auftreten kann oder in seltenen Fällen eine Arterie oder ein Nerv verletzt wird
– Auch wenn eure Haut sorgfältig desinfiziert wird, kann es vorkommen das mit der Nadel Keime unter die Haut verschleppt werden, sodass eine Entzündung der Gefäße und des Gewebes auftreten kann. Es ist natürlich äußerst selten, aber muss natürlich erwähnt werden!
– Während oder nach einer Blutspende kann ein vorübergehender Blutdruckabfall mit Schweißausbruch, seltener Übelkeit, Erbrechen, Bewusstseinstrübung oder Ohnmachts-/ Krampfanfall auftreten. Um solche Reaktionen zu vermeiden erfolgt vor jeder Blutspende eine ärztliche Untersuchung und es sind Ruhezeiten nach der Blutspende vorgeschrieben, die auch eingehalten werden müssen! Sollte es euch dennoch schlecht gehen, setzt oder legt euch sofort hin, damit ihr euch nicht durch einen Sturz verletzt!
– Mit den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) geht eurem Körper bei einer Blutspende Eisen verloren, das durch die Nahrung wieder ersetzt wird. Bei einseitiger Ernährung oder bei Frauen ist durch mehrfachen Blutspenden pro Jahr die Entwicklung eines Eisenmangels möglich, der eine Eisengabe erforderlich machen kann. Achtet daher darauf, das ihr als Frauen maximal 4-mal und ihr als Männer maximal 6-mal innerhalb von 12 Monaten Blut spendet!

 

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Nebenwirkungen auftreten, seid ihr durch das dortige Personal stets medizinisch betreut. Ihr seid also in guten Händen. Auch wenn die Nebenwirkungen erst mal abschreckend wirken, treten sie nur in extrem seltenen Fällen auf!

 

Blutspende_04

 

Neben dem absolut großartigen Gefühl etwas Gutes für unsere Mitmenschen getan zu haben, bekamen wir nach unserer Blutspende einen Sack voll Süßigkeiten und durften noch genüsslich vor Ort schlemmen und Cola trinken. Schließlich soll der Kreislauf in Schwung bleiben. Langes stehen sollten wir an dem Tag vermeiden und auf Sport müssen wir auf die nächsten beiden Tage auch verzichten, aber hey~ die Gesundheit steht nun mal an erster Stelle!
Einige von uns waren ja Erstspender, aber sind so begeistert vom Blutspenden, das jetzt öfters gespendet wird! Blut wird dringend gebraucht, es bildet sich ja sowieso nach, warum also nicht? Wenn wir mal in eine solche Situation geraten, das wir auf eine Blutspende angewiesen sind, wären wir natürlich auch froh, wenn genügend Blut zur Versorgung da wäre.
Konnten wir euch auch überzeugen? Wir können es euch nur ans Herz legen, probiert es einfach mal aus und haltet euch einmal den Worst-Case vor Augen: Ihr oder ein Mensch der euch nah am Herzen liegt ist auf das Blut von anderen angewiesen, aber es gibt nichts! Wäre fatal oder?

 

Blutspende_CoolerBeutel

 

Die Gelegenheit haben wir natürlich auch gleich genutzt und uns einen Organspendeausweis zugelegt. Ein Organspendeausweis ist eine Willenserklärung für den Todesfall. Heißt also, ihr seid nach dem Tod mit einer Organ- und Gewebeentnahme einverstanden und könnt selbst entscheiden was ihr von euch für jemand anderen hergeben wollt. Die Meinungen zum Thema Organspende gehen weit auseinander. Das müsst ihr für euch selbst entscheiden.
Wir tragen jetzt immer einen Organspendeausweis mit uns, denn wenn wir mal (GOTT BEWAHRE!!!) durch was auch immer tödlich verunglücken, können wir vielleicht durch eine Organspende ein Leben retten. Man ist ja tot, da braucht man keine Organe mehr. Klingt jetzt hart, wir hoffen auch das euch oder uns niemals etwas derartig Schlimmes passieren wird!

 

AusweiseBlutspende

 

Wir jedenfalls fühlen uns besser und freuen uns, das wir einen Teil zur unserer Gemeinschaft beitragen konnten und wir hoffen, das ihr von euch eventuell auch mitmacht? Vielleicht haben wir euch ja sogar inspiriert und ihr geht auch Blutspenden?
Aber Toitoi! Auf das es uns allen gut geht!