myCostumes in Japan – Vorbereitungen vor dem Start

Geschrieben am 12.04.2015 von Nathalie in My Costumes Reportagen

Viele von Euch sind bestimmt auch große Japanfans und ihr würdet sicher auch gerne in Tokyo shoppen gehen, in Kyoto Tempel besuchen und in Osaka euch den Bauch mit tollem Essen voll schlagen. Genau das macht unsere Chefin in den kommenden zwei Wochen. Sie bereist das Land der aufgehenden Sonne zum 4. Mal und dank moderner Technik und den vielen Social Media Kanälen, die uns zur Verfügung stehen, lässt sie uns Daheimgebliebenen an ihrem Trip teilhaben!

 

 

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Auf folgenden Webseiten könnt ihr Nathalie’s Reise verfolgen:

https://www.facebook.com/kostuemspiel

http://instagram.com/mycostumes.de

http://makkuroscosplay.tumblr.com/

https://twitter.com/_Makkuro_

 

Wir sind gespannt, was sie uns tolles berichtet!

 

Aber wie geht man das eigentlich an? Eine Reise nach Japan? Flug und Hotels buchen, vor Ort mobil sein, sowohl mit dem Handy als auch auf der Straße? Wie verständigt man sich? Alles gar nicht so wild, Japan ist als Reiseland wirklich super und sehr sicher. So hat das Nathalie gemacht:
Flug buchen:
Damit fängt man meistens an. Es muss ein Zeitraum für die Reise festgelegt werden. Ideale Monate sind im Frühling, März, April, Mai (zur Kirschblüte Anfang April ist es besonders schön!) oder im Herbst, September, Oktober. Meidet den August! Ich selbst war zum ersten Mal 2006 in Tokyo zur Comiket im August und es war fast unerträglich. Es ist sehr heiß und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit, sehr suptropisch. Man schwitzt nonstop und der Kreislauf sackt sehr oft ab, da wir dieses Wetter einfach nicht gewöhnt sind. Im Juni / Juli regnet es sehr häufig.
Auf der Suche nach einem günstigen Flug habe ich mich bei den drei großen Fluggesellschaften Lufthansa, JAL und ANA umgsehen. Diese drei fliegen nonstop von Frankfurt am Main nach Tokyo. Direktflüge ab Frankfurt in der Economy Class liegen bei ca. 750,-€ – 850,-€ pro Flug Hin und Zurück. Man kann auch günstigere finden. Mit Air France mit Zwischenstop in Paris oder FinAir mit Stop in Helsinki. Ich bin kein Fan von Zwischen-Stopps. Da geht für meinen Geschmack zu viel Zeit vom Urlaub verloren. Der Flug von 11 Stunden ist schon lang genug, da will ich nicht noch mehr Stunden an Flughäfen rumsitzen. Dieses Mal haben wir uns für Lufthansa entschieden. Der Hauptgrund, neben dem Direktflug, war: Die Freigepäckgrenze pro Person (!!!) liegt bei ZWEI Gepäckstücken á 23kg + je ein Handgepäck mit 8kg. Das ist großartig um ganz viele Mitbringsel aus Japan mit zurück zu bringen!
Und noch ein Vorteil hat Lufthansa: Deren Flieger landen im Flughafen Haneda. Dieser ist sehr viel näher an Tokyo wie der Flughafen Narita. Für gewöhnlich landen internationale Flüge auf einem der beiden großen Flughäfen. Wie man vom Flughafen in die Stadt kommt, das zeige ich euch später direkt von Japan aus!

So, im Vorfeld sollte man sich noch ein gemütliches Hotel suchen. Hier bin ich so vorgegangen: Ich habe mir Empfehlungen und Berichte auf Tripadvisor durchgelesen und dann geschaut, ob ich das Hotel auf Booking.com, hotel.de oder direkt buchen konnte. Bisher hatte ich mit der Mail-Kommunikation bei Hotels nie Probleme. Das Englisch war immer gut verständlich.
Da wir nicht nur in Tokyo bleiben wollen, sondern auch nach Kyoto und Osaka reisen möchten, empfihlt sich noch die Anschaffung eines Japan Rail Passes .
Dieser Pass erlaubt es einem Touristen alle Züge der JR Linien zu benutzen. Es muss keine zusätzliche Fahrkarte gekauft werden, einfach den Pass vorzeigen und schon weiß der Schaffner bescheid. Auch die schnellen Shinkansen Züge dürfen damit genutzt werden, mit einer Ausnahme der super schnellen Nozomi- und Mizuho Züge. Aber das ist auch nicht zwingend notwendig. Das Schienenetz ist super ausgebaut und das Reisen mit dem Zug äußerst komfortabel. Kein Vergleich zur Deutschen Bahn, ich sag’s euch! Aber dazu auch mehr von Japan aus. Den Railpass kann man an verschiedenen Orten kaufen, wir haben ihn diesmal hier bestellt: http://www.der-japan-rail-pass.de/
Dieser Anbieter hat auch Pasmo Karten, welche wir uns gleich mit bestellt haben. Auf dieser Karte ist ein Betrag von umgerechnet 20,-€ aufgeladen. Damit kann man bequem sein Ticket für die U-Bahn oder den Bus bezahlen.  Auch hierzu später mehr.
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Als gelehrnte Buchhändlerin kann ich euch die Reiseführer von Lonely Planet sehr empfehlen. Diese enthalten sehr gute Stadtkarten und ausführliche Beschreibungen für’s Sightseeing, Essen gehen oder zur Anreise beliebter Orte. Man muss kein Japanisch sprechen können, um sich vor Ort verständigen zu können aber es erleichtet einem sehr viel. In den großen Städten kommt man mit Englisch durch aus klar. In den Bahnhöfen sind die Stationsnamen alle in arabischer Schrift angeschrieben. Ein kleiner Tipp: Gebt euch als Deutsche zu erkennen! Die Japaner mögen uns Deutsche und man wird gleich ganz anders behandelt. Wenn man dann noch ein „konnichiwa“ oder „arigatou“ hin bekommt, dann flippen die oft schon förmlich aus. Aber dank moderner Smartphones ist auch die Sprachbarriere aufgehoben. Wir haben uns diesmal einen Übersetzer installiert, der wirklich gut funktioniert. Einfach Deutsch sprechen und das Handy gibt den japanischen Satz aus. Ebenso helfen uns Apps bei der Suche nach dem richtigen Zug und bei der Auswahl des besten Restaurants.
Surfen in Japan muss auch vorbereitet werden. Hier gibt es diverse Anbieter, bei denen man WLAN Access Points mieten kann. Eingesetckt, angemacht und mitgenommen und schon ist man mit seinem Handy mobil. Telefonieren funktioniert über unsere deutsche SIM Karte nicht, aber telefonieren über Skype z.B. ist somit auch kein Problem. Auch hierzu mehr in den kommenden Tagen.
Folgende Dinge sollte man noch einpacken:

  • Adapter für die Steckdosen, damit man sein Handy und Notebook auch wieder aufladen kann. Die Steckdosen vor Ort schauen nämlich anders aus als bei uns
  • Ladekabel für Handy und Co.
  • einen gültigen Reisepass
  • bequeme Schuhe, man ist sehr viel auf den Beinen
  • Ohrstöpsel. 11 Stunden im lauten Flieger können nerven und auch die Hotels vor Ort können recht hellhörig sein. Unausgeschlafen in den Tag starten macht keine gute Laune.

Ansonsten ist Japan ein Land wo man alles kaufen kann, was auch wir in unserem Alltag verwenden. Heißt, wenn man Kleinigkeiten vergisst, dann ist das nicht so schlimm. Gängige Kosmetikmarken sind da ebenso verbreitet wie bekannte Medikamentenmarken.
Der letzte Tipp für die Vorbereitung: Überlegt euch schon mal grob an welchem Tag ihr was sehen und erleben möchtet. Googelt hierfür schon mal Öffnungszeiten und Anfahrtsweg. Nichts ist schlimmer als eine Stunde wo hin zu fahren, nur um dann fest zu stellen, dass die Örtlichkeit an diesem Tag geschlossen hat. Steckt euch einen Reiseplan fest, notiert euch nochmal alle Namen der Hotels und Zugverbindungen in ein Notizbuch und druckt euch die Buchungsbestätigungen aus. Legt euch Tage vorher bereits alles was ihr mitnehmen wollt übersichtlich auf den Tisch und notiert euch alles, was noch zu besorgen ist. Somit vergesst ihr nichts und der Abreise Tag endet nicht im Stress und Chaos.