The Evil Within

Geschrieben am 05.11.2014 von Nina in Games Japan und Lifestyle

 

Wir sind dieses Mal total aktuell! Denn wenn der Meister Shinji Mikami (der auch Resident Evil und Resident Evil 4 zauberte) ein neues Horrorspiel auf den Markt bringt, dann müssen wir das natürlich sofort haben!
Der Trailer sah wirklich vielversprechend aus und machte uns heiß auf das Spiel, das wir es sogar vorbestellt haben und pünktlich zum Release dem 14.10.2014 spielen konnten. Den Trailer gibt es hier! Klick mich
 

The Evil Within Schlachthof
 

Aber erzählen wir zuerst einmal worum es in The Evil Within eigentlich geht:
Am Tatort eines grausamen Massenmords beginnt für Detective Sebastian Castellanos und seine Partner ein nicht enden wollender Albtraum. Nach einem blutigen Hinterhalt findet er sich plötzlich in einer bizarren Welt wieder, in der abscheuliche Kreaturen zwischen den Toten umherwandern. Im Angesicht dieses unvorstellbaren Grauens und im Kampf um sein Überleben, begibt sich Sebastian auf einen gnadenlosen Horrortrip, um das dunkle Geheimnis den schrecklichen Ereignissen ans Licht zu bringen!
 

The Evil Within Bild blutiger raum
 

Klingt ja schon mal ganz gut! Voller Vorfreude und hohen Erwartungen starteten wir das Spiel. Zunächst erscheint The Evil Within wie jedes beliebige Horrorspiel. Als Polizist Castellanos untersuchen wir aus der klassischen Third-Person-Perspektive die Morde in einer Nervenheilanstalt. Doch bereits nach wenigen Minuten baumeln wir auf einmal kopfüber in der Vorratskammer von irgend so einem komischen Irren mit Kettensäge. Befreien wir uns, jagt uns der Bekloppte durch einen Raum, dessen Wände Klingen auf uns zu rotieren. Dann rutschen wir durch einen Schacht, in dem uns die Häcksler zu Hackfleisch hätten verarbeiten sollen. Und ja, dann landen wir in einem Becken voller Blut und anderen Überresten. Direkt am Anfang passierte viel und wir dachten uns nur das Offensichtliche. Nämlich >>WTF!??!!<<

 

Tatsächlich haben wir es irgendwie geschafft, dem Schlächter zu entkommen und als wir durch die Eingangstür des Krankenhauses in die Freiheit stolpern, geht unsere Welt kaputt.
Ja, sie geht wirklich kaputt. Straßen bröckeln ins Nichts, Gebäude stürzen in sich zusammen während wir mit unseren Polizei-Homies und einem Arzt mitsamt seinem verängstigtem Patienten (wo kommen die auf einmal her?) in einem Krankenwagen dem Chaos entfliehen zu versuchen. Nein, das ist keine Inception. Oder doch?

Natürlich endet alles in einem Crash im Wald. Und wenn ihr dachtet es ist total verrückt und bizarr, es kommt natürlich noch krasser! Wir wachen nämlich in einer Zelle auf und werden von einer sexy Krankenschwester in Empfang genommen, die sich über unseren Gesundheitszustand erkundigt. Und plötzlich erwachen wir erneut und zwar im Wrack des verunglückten Krankenwagens.
Und wir wieder so: <>
 

The Evil Within Tatjana
 

Jetzt fängt der Spaß in The Evil Within erst richtig an. Wir wissen natürlich immer noch nicht wo wir sind, was wir eigentlich tun und warum hier plötzlich Zombies sind. Und fehlen nicht ein paar unserer Homies die wir mit im Krankenwagen hatten? Ach, ist ja auch egal! Wir machen hier einfach mal ein bisschen rum und wundern uns nur minimal wieso plötzliche bizarre Levelwechsel sind und warum die Welt plötzlich so ist wie sie ist und warum hier so seltsame Monster unterwegs sind.
Das ändert sich auch nicht. Es bleiben so viele Fragen offen, unser Castellanos ist irgendwie ein ziemlich platter Charakter (wir nannten ihn Brot!) und selbst nach einigen gespielten Kapiteln fragen wir uns nur: <> Wir wissen nur eins. Da sind diese ekligen Gegner und die wollen uns an die Wäsche. Und wir schlagen uns mit knapper Munition und ein paar coolen Waffen durch die Monster/Zombie-Horden?
 

The Evil Within Zomie Vieh
 

Mit zunehmenden Spielstunden wird aus dem anfänglichen Horror mehr Action. Aber trotz der echt knappen Story, die man sich durch geisterhaften Gespräche zusammen reimt, macht das Spiel Spaß. Die Fallen können gegen die Gegner eingesetzt werden, die Schleichpassagen machen Spaß und die Viecher die rumlaufen sind echt cool gemacht. Gerade diese „Spinnenfrau“ die aus den Blutlachen heraus kommt, wirkt auf den ersten Blick schon furchterregend.
Da kann man auch mal über die schwache Grafik hinweg sehen. Wir hatten das Game für die PS3 gespielt und man merkt schon durch fehlende oder pixelige Schatten, mieser Beleuchtung und Kantenflimmern, das sich eine technische Beinahe-Katastrophe nicht leugnen lässt.
 

The Evil Within Spinnenische
 

Unser Fazit: Kein schlechtes Spiel, aber durch den vielversprechenden Trailer und der kaum vorhandenen Story sind wir schon enttäuscht. Das Monster bashen macht Spaß, aber man hätte noch so viel Tolles aus dem Spiel rausholen können. Zwar erklärt das Ende die plötzlichen Levelwechsel, aber uns reicht das noch nicht. Bosse hätten auch mehr Erklärung verdient, damit sie noch bedrohlicher wirken, die Charaktere hätte man noch mehr ausbauen können, damit sie eben nicht total platt, brotig und emotionslos wirken. Man kann sich Story nur anhand von gefundenen Dokumenten zusammenreimen oder halt aus den Gesprächsfetzen der Geister. Und viele Horror-Momente gab es nicht. Weder das wir vor Schreck den Controller wegwarfen noch das wir mal Pause drücken mussten, um uns von dem Schreck zu erholen! Wirklich schade.
Aber Spaß hatten wir dennoch! Wenn ihr nicht zu viel erwartet, könnte euch Horror-Fans dort draußen das Spiel gefallen.

 

Bilderquelle: www.gamepro.de